Samstag, 28. Februar 2009

Alles korrekt

Als erste Vorsitzende eines seriösen Vereins für chinesische Kampfkunst ist es meine heilige Pflicht, sämtliche Sportpostillen der diversen Verbände, denen wir uns aus den verschiedensten Gründen angeschlossen haben, durchzulesen. Könnt’ ja mal was Spannendes dabei sein wie zum Beispiel Änderungen bei den Freibeträgen für Ehrenämtler, Neues an der Versicherungsfront, Gema-Gebühren…ihr seht schon: Lektüre für Menschen, die an Schlaflosigkeit leiden. Ich kämpfe mich aber trotzdem tapfer durch, ist halt auch eine Disziplin der Kampfkunst.

Und so lese ich, wie man politisch korrekt Alte, Behinderte und Ausländer (darf man heutzutage so was eigentlich noch sagen? Oder geht nur noch Senioren, Menschen mit Teildefiziten und Mitbürger mit Migrationshintergrund?? Ohweia, verratet mich nicht!) beim Sport und im Verein integriert. Was auch immer in die Blättlein reingehört ist ein „praktischer Teil“ mit wertvollen Hinweisen für den Übungsleiter.

Und d a wurde ich in einer der letzten Ausgaben für meine geduldige Lesearbeit wirklich belohnt. Ich lass’ das jetzt einfach mal wirken:




Wunderbar, d a werden Weltbilder zementiert! Mehr davon!

Samstag, 21. Februar 2009

Aus gegebenem Anlass...

Stuttgarts düsterste Kammer

Zum Jahresauftakt und zwecks Motivation der Führungskräfte (zu denen ich aufgrund widriger Umstände für einige Monate gehörte - gestern war aber glücklicherweise der Schlusspunkt.) findet bei unserer kleinen schwäbischen Firma immer ein besonderes Event rund um ein besonderes Essen statt. Organisiert wird dies von unserer äußerst umtriebigen, klugen und von mir sehr verehrten Abteilungsdirektorin. Dieses Jahr hatte sie eine wirklich sehr…interessante…Idee: Essen im Dunkeln. Unter dem Motto “Das Auge isst nicht mit…” (in China habe ich mehr so die Variante “Das Auge isst man mit” kennengelernt) findet in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Blindenbund ein Essen statt, bei dem “ein exquisites Menü in einem absolut dunklen Raum von blinden Kellnern serviert” wird.

Die Ankündigung habe ich mit großem Interesse aber ohne jede Beunruhigung aufgenommen. Nach durchlittenem offiziellen Teil am Vormittag, stärkte sich unser Trupp zunächst mit einem lecker Bierchen im Irish Pub, bis wir uns dann - leicht angedüddelt - auf zum Event machten. Alle Gäste des Abends sammelten sich zunächst im Hellen und wurden erst einmal eingestimmt auf das, was uns erwartete. Da war die Rede von möglichen Beklemmungen, dem Gefühl, in ein “schwarzes Loch” zu fallen und einigen Dingen mehr. Wenn ich vorher völlig locker war, spätestens nach dieser Einführung machte sich dann doch ein etwas flaues Gefühl breit. Wir wurden dann in eine Schleuse geführt, an die Hand genommen , an den Tisch geführt und konnten dann schon mal anfangen, die Gegenstände auf dem Tisch sowie die Tischnachbarn zwecks Orientierung abzutatschen. Soweit so gut. Der erste Gang war glücklicherweise kalt, so dass man sich nicht Pfoten verbrannt hat, als man sich dann doch lieber mit den Fingern auf Nahrungssuche gemacht hat. Das ging bei der Suppe dann leider nicht mehr. Völlig vorbei war es dann aber mit dem manierlichen Essen beim Hauptgang. Bei der Erleichterung darüber, überhaupt irgendwelche essbaren Gegenstände auf die Gabel zu bugsieren, stand die Frage “was esse ich da überhaupt?” völlig hintenan. Nach jedem Gang war dann fröhliches Raten “was war es denn?”. Obwohl versichert wurde, dass alle 100 Gäste das selbe serviert bekamen, gingen die Meinungen doch sehr auseinander (Karotten? Broccoli?? - nein, tatsächlich war es Petersilienwurzel. Da soll erstmal einer drauf kommen…). Erstaunlich.

Irgendwann gewöhnt man sich tatsächlich an die völlige Finsternis, schlägt sich durch so gut es geht und ich fange an, die Vorteile zu genießen. Wie es der Zufall so will, wurde ich neben einen Kollegen platziert, zu dem ich ein…nun sagen wir mal…zwiespältiges Verhältnis habe. Nennen wir ihn “Die Klette”. Wie üblich fängt die Klette bald an zu schwadronieren, so ist er halt, normalerweise bewahre ich Fassung und versuche, ihn einfach zu ignorieren. Nun kann ich ihm endlich straflos die Zunge 'raus strecken, den Stinkefinger zeigen….Dinge, die ich schon immer mal tun wollte, von denen mich aber meine gute Erziehung abgehalten hat. Das macht Spaß. Als ich müde werde, lege ich einfach den Kopf auf den Tisch und dämmere für ein paar Minuten weg und als die letzte Herausforderung, das Dessert, kommt, bin ich schon wieder einigermaßen fit.
Nachdem wir nach zwei Stunden völlige Dunkelheit wieder das Neonlicht erblicken, trifft uns fast der Schlag. Völlig zerknautscht, wir sehen alle ziemlich verschlafen aus. Der Veranstalter macht Fotos von Allen. Außer von mir, ich sehe es rechtzeitig und verstecke mich hinter den breiten Schultern eines Kollegen. Wenn ich das Bedürfnis habe, mich in diesem Zustand zu betrachten, muss ich nur Montagmorgens in den Spiegel schauen. Was ich tunlichst vermeide.

Ein wirklich spannender Abend. Kann ich nur empfehlen.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Menschen im Zuch

Im Laufe der Jahre (mein Gott, wie die Zeit vergeht...) trifft man eigentlich immer wieder die selben Gesellen, die wie ich im Morgengrauen - was um die Jahreszeit eher bildlich gemeint ist, tatsächlich ist's ja noch finstre Nacht - übellaunig und unausgeschlafen auf die Einfahrt des ICE harren. Man grüßt sich, manchmal redet man sogar miteinander, bei manchen Leuten kommt es sogar zum feierlichen Namensaustausch.

Einer meiner häufigen Begleiter ist B. aus Harxheim oder so, kann auch ein ganz anderes rheinhessisches Kaff ganz weit draußen sein, jedenfalls steht er schon um 3.00 h auf, um den Bus nach Mainz zu erklimmen und dann noch von Stuttgart aus nach Filderstadt zu fahren. Respekt. Da will ich ja gar nicht weiter jammern. Ich habe immerhin in Stuggi nur noch zwei S-Bahnstationen. Ich habe B. mal gefragt, warum er nicht umzieht. Es stellte sich heraus, dass er eigentlich nur noch "zum Vergnügen" arbeitet und ihm auch schon angeboten wurde, in Ruhestand zu gehen. Er ist bei einem international tätigen Unternehmen für Aufzugbau angestellt, bewacht den Einbau und ist - wenn ich um die Uhrzeit alles richtig verstanden habe - auch als internationaler Troubleshooter verantwortlich, wenn's irgendwann klemmt, die Leute also im Lift festsitzen, vorzugsweise nachts am Wochenende. Das man sich aus so einem spannenden Job nicht verabschieden mag, kann ich verstehen.
Manchmal kommen aber auch ihm Zweifel.

Heute morgen kam schon eilig auf mich zu: "Mensch, das muss ich dir erzählen! Am Wochenende hatte ich mir's gerade so richtig gemütlich gemacht, da klingelte das Telefon. Ist ja immer so. Kenne ich schon. Gehe aber trotzdem ran. Bereue ich zwar immer, bin aber zu neugierig. Kollege erzählt mir: da sitzt 'ne Frau im Fahrstuhl fest - ich verbinde. Ich habe die Frau direkt am Rohr und frage sie, was sie denn gemacht hat. So einfach bleibt ein Aufzug ja nicht stehen. Das gibt's nicht. Sie sagt mir: ich habe den Knopf gedrückt und der Aufzug fährt nicht. Wir verhandeln länger, kommen aber nicht weiter, sie kann mir eigentlich nichts erklären, die Mutti ist wohl schon etwas betagt. Das Wochende ist eh' gelaufen, ich setze mich also in's Auto und fahre nach Wiesbaden, sage der Dame noch, dass das jetzt 'ne Stunde dauern kann und dass sie bitte nicht in Panik gerät. Sie verspricht, dies zu unterlassen. Ich fahre los, nachdem ich noch einen weiteren Kollegen zum Tatort beordert habe. Wir finden das Haus, wir finden den Fahrstuhl. Der Fahrstuhl ist offen. Und darin sitzt - die alte Frau! Weil es ihr zu lange gedauert hat, hat sie sich einen Klappstuhl besorgt und wartet nun auf mich. Damit sie endlich mal Fahrstuhl fahren kann. Sie wohnt erst seit kurzem in diesem Haus und will d i e s e n Fahrstuhl ausprobieren. Nicht den nebendran. Den kennt sie schon. Der funktioniert. Bevor ich der Frau an die Gurgel gehen kann, werde ich vom Hausmeister zurückgehalten und in ein Gespräch verwickelt, währenddessen flüchtet die Frau. Eigentlich habe ich Mitleid mit dem Mann. Ich glaube, das Buch ist gerade erst aufgeschlagen worden...."

Lieber B., herzlichen Dank für diese Geschichte, die war mir jedenfalls ein toller Einstieg in den Tag!

Samstag, 14. Februar 2009

One day in Wuppertal

Gestern hatte ich einen sehr lehrreichen und unterhaltsamen Tag in der schönen Stadt (soweit ich das bei dem Sauwetter sehen konnte) Wuppertal. Ich hatte mich für eine Betrugs-Tagung angemeldet und freute mich auf viele spannende Vorträge von honorigen Leuten die zum Thema Internet-Betrügereien, Brandschäden, der Psyche von Betrügern und anderen lustigen Dingen. Nach dem üblichen Irrweg durch Stadt (beschränkt sich leider nicht auf Wuppertal sondern ist bei mir so bauartbedingt angelegt) stieß ich zu dem illustren Publikum, das aus mehreren europäischen Ländern angereist war.
Die Freude kühlte bei dem Vortrag der LKA-Dame, die revolutionäre neue Recherche-Methoden mit Hilfe von Google-Earth und anderen längst bekannten Verfahren vorstellte, merklich ab.

Ich entdeckte aber etwas viel interessanteres: zum ersten Mal erlebte ich bei einer Tagung, dass außer dem üblichen Erfrischungsgetränke-Ensemble Näpfe mit Naschwerk auf den Tischen verteilt war. Seit meiner Kindheit habe ich kein Haribo-Konfekt mehr goutiert und fühlte mich auch gar nicht angesprochen, obwohl das Frühstück wieder mal ausgefallen war. Nach etwa einer Viertelstunde tapferen Widerstands fingerte ich dann doch einmal nach den Lackritzjers und stellte mit Entzücken fest, dass diese wunderbar auf der Zunge zergingen. Es war ein Modell Doppeldecker mit Synthetik-Kokos, die ich in Kindertagen immer schichtweise abgefressen habe. Ging jetzt natürlich nicht so gut, was sollen die Leute denken, da futtert man gefälligst auf einen Haps, knatscht komplett durch und genießt das Durcheinanderwirbeln der Aromen im Mundraum. Ich testete ein weiteres Stück - Lackritz nur mit oben und unten Knatschmasse - lecker! Mittlerweile hatte ich die volle Aufmerksamkeit meiner Tischnachbarin, eine bildhübsche junge Dame, offenkundig türkischer Abstammung, die für ein Hamburger Ermittlungsbüro arbeitet und mit dem Vortrag genauso viel anfangen konnte wie ich. Sie testete auch, fand Gefallen und nun hatte ich eine Konkurrentin bei dem Kampf um die besten Stücke. Wie in alten Zeiten. Für die bekannten Rituale (erst Aufrollen der Lackritzschnecken, dann teilen und erst dann genüsslich die langen Stränge inhalieren) blieb keine Zeit. Wir waren beide unangenehm berührt, wie schnell der Napf leer war. Alles gefressen und von der Internetrecherche nix mitgekriegt. Dumm gelaufen, das…

Der folgende Vortrag zeigt mir wieder einmal, dass es möglich ist, den langweiligsten Krempel spannend wie ein Krimi rüberzubringen - man muss es halt nur können. Oder hättet ihr gedacht, dass das Thema “Markierung von Wirtschaftsgütern” etwas anderes sein kann, als ein Aufforderung zum Wachkoma? Nein, das er wirklich toll gemacht, die Leidenschaft für Mikrodots habe ich dem Herrn Ingeniör wirklich voll abgenommen. Da gab’s dann auch mal Standing Ovations.


Nach dieser Vorlage hatte es der Brandsachverständige natürlich nicht ganz leicht. Nach einer einstündigen Aufwärmphase hatte sich der Referent aber auch warmgemacht und wusste mit vielen bunten Bildern unser Feuer für die Materie zu entfachen…

Was ich bei solchen Veranstaltungen nicht so sehr schätze, ist die Schwierigkeit, nicht zu vereinsamen. Ich kenne da erstmal keine Sau, überall höre ich Willkommensgrüße, man merkt, das ist eine eingeschworene Gemeinschaft, zu der ich einfach noch nicht dazu gehöre. Es liegt nun überhaupt nicht in meiner Natur, mich einfach irgendwo dazwischen zu drängen mit einem “Hallo, ich bin die Neue, was geht hier ab?” Also trotte ich ins Rauchergetto, wissend, dass ich dort schnell Kontakt finde, zumal ich - wie immer - gerade mal mein Feuerzeug nicht finden kann. Beim Abendessen habe ich aber richtig Glück, die Fügung will es, dass neben mir ein ziemlich schräger junger Mann Platz findet, wir verstehen uns sofort blendend, erzählen gegenseitig wirre Geschichten - ein Bruder: nicht nur im Rauch, sondern auch im Geiste! Ich versuche, ihn für die neue “Vereinigung zur Abschaffung des Februars” zu gewinnen…mal schauen, ob wir ihn bald bei uns begrüßen dürfen.

Sonntag, 8. Februar 2009

Frühlingsfest in Mainz



Gestern waren meine Freunde und ich zu einem wunderbaren Fest eingeladen: die chinesischen Studenten in Mainz feierten das Frühlingsfest. Da ich schon bei ähnlichen Festen mitfeiern durfte, habe ich natürlich voller Vorfreude sofort zugesagt. Und nachdem die ursprünglich geplante Vorführung unseres Vereins durch eine kleine planerische, nunja, Unsauberkeit in's Wasser fiel, konnte ich die Darbietungen auch völlig unbelastet und ohne Lampenfieber genießen.



Der Abend wurde von einem jungen Mann, dem Vorsitzenden des Chinesischen Vereins, wie er mir am Telefon voller Stolz mitgeteilt hatte, eröffnet und man kann sagen was man will: die Studenten haben sich richtig viel Mühe gegeben. Zum Eingang sang eine größere Gruppe, mit großen, selbstgebauten Papp-Fischen angetan, ein fröhliches Lied, während ein paar Bühnenarbeiter zwei riesige Papier-Wellen hin und her bewegten, um schweren Seegang zu simulieren. Ramona und ich hatten bei dieser wunderbaren Homage an die Augsburger Puppenkiste fast Tränen in den Augen. Hatten wir noch öfter an diesem Abend. Allerdings aus anderen Gründen.
Nach diesem herrlichen Einstieg folgten Umbauarbeiten bei einer Musik, die wir sofort als die Werbe-Melodie der Marlboro-Kino-Reklame identifizierten konnten. Offensichtlich war der zuständige Tontechniker in dieses Stück wirklich verliebt, jedenfalls ertönte es an diesem Abend bei jeder Gelegenheit, sobald irgendwann eine unvorhergesehene Pause eintrat. Ich glaube, wir hörten sie öfters mal gestern, ich habe sie immer noch ständig im Ohr.
Dann wurde eine Kindergruppe zum Singen geknechtet: es gibt eine kleine Schule, in der die Abkömmlinge der hier lebenden Chinesen ihre wunderbare Muttersprache lernen, damit sie nicht ganz den Bezug zur alten Heimat verlieren. Die kleinen trippeln schüchtern auf die Bühne, geben ein Liedchen von sich, während die Vorturnerin heftig animiert. Dann fängt sie an, an einer Kleinen in einem rosanen Kleidchen zu zerren. Offenkundig ist sie für eine Sonderrolle vorgesehen. Die Kleine will aber nicht. Die Cheffin zerrt, die Kleine rutscht - wie gut, wenn man einfach das höhere Gewicht hat. Schließlich ist der Widerstand gebrochen, das Mädchen fängt an zu tanzen. Erleichterung. Nach dem sie sich ergeben hat, will sie gar nicht mehr recht von der Bühne...ja,ja, wenn man sie einmal erklommen hat, die Bretter, die die Welt bedeuten.
Ich mache mir so meine Gedanken, wie sich so das Leben der Kleinen hier in Deutschland wohl abspielen mag. Ob sie wohl auch deutsche Freunde haben? Da pöbelt einer der chinesischen Kurzen hinter mir: "Bass' doch uff, du Depp" - keine Frage: die sind voll integriert.

Es folgte dann ein wunderschöner Vortrag mit Fächertanz und roten, goldbestickten Läppchen. Die teils etwas reiferen Damen, die sich für ihr Alter wirklich erstaunlich geschmeidig bewegten, trugen dezent grünmetallic-farbene Anzüge mit rosanen Leibchen verziert. Bei diesem Anblick erklärte sich die besorgte Anfrage des Vorsitzenden in dem Vorgespräch, dass ich mit ihm geführt hatte. "Natürlich", hatte ich ihm gesagt "haben wir was angemessenes Anzuziehen für einen Auftritt". Na gottseidank kam es nicht dazu, da hätten wir nie gegen anstinken können.




Nicht alles, was uns an diesem Abend dargeboten wurde, konnten wir angemessen würdigen, weil uns dazu einfach die Sprachkenntnisse fehlen. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass nicht nur wir Langnasen leichte Schwierigkeiten hatten, dem vorgetragenen Sketch zu folgen...
Glücklicherweise aber ist die Sprache der Musik international, so dass auch wir aus vollem Herzen und mit großer Begeisterung bei den Karaoke-Vorträgen applaudieren konnten. Auch die pantomimischen Bemühungen bei einem heiteren Begrifferaten waren schwer lungenrissverdächtig. Wunderbar.


Der Taiji-Vortrag, der von einem jungen Chinesen aus Karlsruhe übernommen wurde, gefiel uns sehr gut und wir waren auch keinesfalls neidisch über die zahlreichen "Hao-Hao"-Rufe des Publikums - auch wenn aus der Kranich-Ecke ganz kurz der Einwurf "das wäre unser Beifall gewesen" kam.
Gegen Ende gelang es mir noch, kurz mit dem Vorsitzenden zu sprechen, der nochmals zutiefst bedauerte, dass es dieses Mal nicht geklappt hat - er hätte sich das so schön vorstellen können: erst der chinesische Taiji-Vortrag, dann der deutsche...ja, das hätte ich mir auch sehr schön vorgestellt. So wie chinesische Schuhplattler. Nunja, beim nächsten Mal. Wir bleiben in Kontakt. Ich habe mich auf jeden Fall für einen unvergesslichen Abend bedankt. Und das war er wirklich.
Posted by Picasa


Und da gibt's noch ein paar Bilder

Freitag, 6. Februar 2009

Einen hab' ich noch...

...und dann wird das Geschichtsbuch zugeschlagen. Eine kleine aber feine Geschichte, die zu meinen Lieblingen gehört. Nun auch für Euch:

Auf einer Wetterstation mußte die tägliche Niederschlagsmenge von Hand in den
Computer eingegeben werden.

Irgendwann vertippte sich da mal einer und gab statt 8,54 cm 8,54 m ein.

Der Programmierer muß wohl ein Witzbold gewesen sein, denn das Programm gab folgende Fehlermeldung aus:

"Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche
ihn mit Pech inwendig und auswendig. Und du sollst in den Kasten tun allerlei Tiere
von allem Fleisch, je ein Paar, Männlein und Weiblein, daß sie lebendig bleiben bei dir..."

Montag, 2. Februar 2009

Aus der Klamottenkiste...

...habe ich noch eine kleine Preziose, die ich auf diesem Wege für die Nachwelt erhalten möchte (wie immer gilt: wenn es nicht so geschehen ist, ist es wenigstens gut erfunden):

Diese Fragen über Südafrika wurden auf einer südafrikanischen Tourismuswebseite
gestellt und vom Webmaster der Seite beantwortet. Der hatte offensichtlich
richtig gute Laune !!!

F: Wird es eigentlich windig in Südafrika? Ich habe im Fernsehen noch nie
gesehen, dass es regnet. Wie wachsen dort dann die Pflanzen? (UK)
A: Wir importieren alle Pflanzen voll ausgewachsen und setzten uns dann um sie
herum und sehen zu, wie sie eingehen.

F: Werde ich in den Straßen Elefanten sehen können? (USA)
A: Hängt davon ab, wie viel Alkohol Sie trinken.

F: Ich möchte von Durban nach Kapstadt laufen - kann ich dafür den
Eisenbahnschienen folgen? (Schweden)
A: Sicher, es sind ja nur zweitausend Kilometer. Nehmen Sie aber sehr viel
Wasser mit.

F: Ist es sicher, in den Büschen in Südafrika herumzulaufen? (Schweden)
A: So, es ist also wahr, was man über Schweden sagt?

F: Gibt es ATMs (Geldautomaten) in Südafrika? Können Sie mir eine Liste von
diesen in Johannesburg, Kapstadt, Knysna und Jeffrey's Bay schicken? (UK)
A: An was ist Ihr letzter Sklave gestorben?

F: Können Sie mir Informationen über Koalabärenrennen in Südafrika schicken?
(USA)
A: Aus-tra-li-en ist diese große Insel in der Mitte des Pazifiks. Af-ri-ka ist
der große dreieckige Kontinent südlich von Europa, wo es keine... Ach, vergessen
Sie's. Sicher, Koalabärenrennen finden jeden Dienstagabend in Hillbrow statt.
Kommen sie nackt.

F: Welche Richtung ist Norden in Südafrika? (USA)
A: Sehen Sie nach Süden und drehen Sie sich um 90 Grad. Kontaktieren Sie uns,
wenn Sie hier ankommen, dann können wir Ihnen die restlichen Himmelsrichtungen
schicken.

F: Kann ich Besteck in Südafrika einführen? (UK)
A: Wieso? Nehmen Sie doch die Finger, genau wie wir.

F: Können Sie mir einen Plan mit den Auftritten der Wiener Sängerknaben
schicken? (USA)
A: Ös-ter-reich (Austria) ist das klitzekleine Land, das an Deutsch-land
angrenzt, in dem es... Ach, vergessen Sie 's. Sicher, die Wiener Sängerknaben
treten jeden Dienstagabend nach den Koalabärenrennen in Hillbrow auf. Kommen Sie
nackt.

F: Ich habe einen neuen Jungbrunnen erfunden. Können Sie mir sagen, wo ich den
in Südafrika verkaufen kann? (USA)
A: Überall, wo es genug Amerikaner gibt oder in Hillbrow aber kommen Sie nackt.

F: Bitte schicken Sie mir eine Liste mit den Ärzten, die ein Serum gegen
Klapperschlangenbisse herstellen können. (USA)
A: Klapperschlangen gibt es in A-mer-i-ka, wo SIE herkommen. Alle
südafrikanischen Schlangen sind vollkommen harmlos, können sicher gehandhabt
werden und eignen sich gut als Haustiere.

F: Gibt es Supermärkte in Kapstadt und gibt es das ganze Jahr über Milch?
(Deutschland)
A: Nein, wir sind eine friedliche Zivilisation von veganischen Beerensammlern.
Milch ist illegal.