Dienstag, 29. Dezember 2009

Liebes Altjahr

Nun hast du ja schon fast fertig und wir müssen uns Gedanken machen, wie wir dich würdig zu Grabe tragen. Am besten mit einem Schlöckchen. Oder Zweien. Am stilvollsten natürlich so:



Danke, liebe TITANIC für diese kleine Anregung - wird gemacht!

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Stille Nacht

Auch so genervt wenn um diese Jahreszeit die Gehörgänge immer mehr verkleistern durch die Dauerbeschallung mit "Last Christmas", "White Christmas", "Whatever Christmas"...?

Da stehen wir nicht allein da. Da ist einem Herrn auf der Insel doch einmal der Kragen geplatzt und er hat mal eine kleine facebook-Kampagne gestartet. Der Mann heißt Jon Morten, Gelegenheits-DJ und wohnt in der beschaulichen Stadt Essex. Und ahnte nicht, welche Lawine er lostreten würde: über eine halbe Millionen Entnervter haben sich entschlossen, den gefälligen Romantik-Melodeien ein deutliches "No" (bzw. "f..." - sowas schreibe ich aber nicht...) entgegen zu schleudern bei der Wahl des beliebtesten Weihnachtslieds 2009.

And the Winner is:




Gut, die dort verkündete Botschaft würde ich nicht in allen Punkten so formulieren, aber eines kann ich nur unterstreichen: "Fuck you, I won't do what you tell me" ("Scheiß auf dich, ich mache nicht, was du sagst") - soweit der Frontmann von "Rage against the maschine" Zack de la Rocha.

Achja das Stück:



Obwohl ich ein Fan klassischer Musik bin, will ich nicht verschweigen, dass die Produkte dieser Combo nicht gerade zu meinen Favoriten zählen. Freuen tu' ich mich aber trotzdem. Hab' auch mal ein bisschen weiter reingehört in das Album. Ein weiteres Stück ist mir dabei aufgefallen. Es heißt "Bullet in the head". Dort schreit der Sänger: "They say: Jump! - You say: how high?"
Wollen wir das? - Nö!

In diesem Sinne: ein frohes Fest

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Heute morgen auf dem Hauptbahnhof

Es ist kalt, es ist nass, es ist eklig. Finden auch die Rolltreppen zu den Gleisen und haben die Arbeit einfach eingestellt. Allesamt. Nichts bewegt sich. Vor mir ein Herr mit kleinem kleinen Hundchen. Sieht auch, dass er hinuntersteigen muss und trottet los. Nach einem Drittel des Weges hält er inne. Geht wieder hoch. Wechselt über auf die andere Rolltreppe. Richtig! Das ist die, die eigentlich herunterfährt. Wenn sie denn fährt. Es muss alles seine Ordnung haben. Auch wenn nichts funktioniert. Gut dressiert!

Achja, dressiert: das Hündchen – ein kleiner Jack Russel Terrier. Hat es dieser Tage auch nicht leicht: jeder erwartet nun kleine Kunststückchen. Niedlich gucken reicht einfach nicht mehr! Viele Grüße an PrimaDonna.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Grandiose Leistung!

Alle Welt - zumindest die RTL-Kuckende - steht Kopf: Des Osters Sohn nebst Wauzi haben singende Kids (sonst immer ne sichere Bank) und Sänger mit schwerer Lebensgeschichte auf die Plätze verwiesen. Und weil der stolze Baba ja schon das Sieger-Video eingestellt hat, hier ein wenig Hintergrundgeschichte:



Herzlichen Glückwunsch Yvo Antoni und PrimaDonna!

Habe mal mit meinen vierbeinigen Fellgesichtern gesprochen. Wollen nicht. Finden sowas kindisch (bzw. hündisch). Soviel Leckerlis kann ich gar nicht verfüttern. Schade. Katzen halt...

Samstag, 12. Dezember 2009

Offener Brief

Lieber Kleiner Bruder,
als du mir letzte Woche erzählt hast, dass du von einem heimtückischen Kaninchen gerissen wurdest, habe ich dich ausgelacht. Dafür möchte ich mich in aller Form entschuldigen. Auch wenn dir der kleine aber feine Unterschied zwischen "reißen" und "beißen" mittlerweile klar ist: die Gefahr ist nicht zu unterschätzen - aber sieh' selbst und tritt auch künftig mit der gebotenen Ehrfurcht an den Hasenkäfig:

Montag, 7. Dezember 2009

Worte…

Zum Jahresende findet ja immer die große Kür statt: Worte, Unworte, Tiere, Untiere, Wasauchimmer des Jahres…nun habe gelesen, was die Jugend zu ihrem „Wort des Jahres“ gewählt hat: „Hartzen“. Was damit gemeint ist? Herumhängen, nicht arbeiten, eben von „Hartz IV“ leben. Ganz schön deprimierend. Wenn das die Stimmung unserer Jugend widerspiegelt: Gute Nacht, Deutschland.

Wie war noch gleich der Ausdruck unserer Jugend? Ja, genau „Atomkraft? Nein, Danke“. Damit verbinde ich gerne den Widerspruchsgeist der damaligen (völlig nostalgisch ungeschönten, klar…) Zeit, Hüttendorf bei der Startbahn West, Ostermärsche, Friedensbewegung – ja, w i r hatten’s noch drauf! Ich hoffe doch schwer, dass dieses „Jugendwort des Jahres“ wirklich nur Ausdruck einer – wenn auch lautstarken – Minderheit ist, sonst sehe ich wirklich für mich nur noch das Wort des Jahres „Auswandern-Exil-WudangShan“!

Noch schnell ein Blick in’s Paralleluniversum, bevor ich in Tränen zerfließe: Wie verwendet denn eine andere Jugend ihre frisch erworbenen Deutsch-Kenntnisse; was hat sie denn für eine Sicht auf das Leben:



Cool!