Donnerstag, 15. Juli 2010

Hab' ich doch glatt vergessen

auf eine wunderbare Literaturkritik hinzuwiesen, in der ein bezauberndes kleines Büchlein vorgestellt wird. Ist übrigens bald Weihnachten...

Montag, 12. Juli 2010

Bahnreisen im Wandel der Jahreszeiten

Immer wieder beglückwünsche ich mich dazu, im hier und jetzt zu leben: modernste Technik, soweit das Auge reicht; ungezählte kleine Helferlein, allein dazu geschaffen, mein Leben einfacher, interessanter und bequemer zu machen.

Und dann gibt es noch das letzte große Abenteuer...

Bevor ich mich zum Reiseantritt auf meinen persönlichen Lieblings-Abenteuerspielplatz (der bald noch spannender werden wird: Stuttgart 21 wirft seine Schatten schon gewaltig voraus) begebe, werfe ich noch einen kurzen Blick auf das heutige Programm: es wird ein verspäteter IC aus Klagenfurt geboten, angeblich 5 Minuten wg. verspäteter Übergabe aus dem Ausland. Ich weiß, dass bei einem Waggon die Klimaanlage gerne mal ausfällt, was allerdings keinen allzu großen Unterschied zu den anderen Behältern ausmacht. Man könnte sagen irgendwo zwischen "medium" und "well done" ist der Aggregat-Zustand, wenn man wieder aussteigt.

Eine halbe Stunde später fährt mein besonderer Liebling ein, ein Museumsstück, bei dem sich noch überall 4-stellige Postleitzahlen auf den Herstellermarken finden; Einrichtung so 70iger-Jahre-Charme. Hier kann keine Klimaanlage ausfallen. Es gibt nämlich keine. Aber dafür hat der stählerne Freund Fenster; es herrscht zwar Höllenlärm und duftet nicht gerade nach Rosen, wenn man durch die zahlreichen Tunnel fährt - aber immerhin. Der große (ok, der EINZIGE) Vorteil dieses Zuges ist, dass er in Stuttgart bereit gestellt wird. Entsprechend ist er meistens pünktlich. Falls nicht jemand die Bereitstellung vergisst. Kann ja mal passieren.
Dumm ist, dass der Zug schon stundenlang in der Bruthitze gestanden hat, man sich also erstmal den Hintern verbrennt, wenn man auf den Polyestersitzen Platz nimmt, bevor der Fahrtwind dann irgendwann mal sein kühlendes Werk tut.

Nochmal ein Blick auf das Bahn-Orakel - ah, der Klagenfurter Zug ist jetzt bei 35 Minuten Verspätung - gebongt, der Grill auf Rädern ist mir. Danke für die Entscheidungshilfe.

Ich sichere mir ein kleines Abteil und packe unter den neidischen Blicken der Mitreisenden meinen großen Kampffächer aus - ja, Freunde: Reisen bildet! Ich weiß, was hier lebensnotwendig ist! Und Wasser habe ich natürlich auch dabei - so blauäugig wie die armen Leutchen, die am Wochenende im ICE kollabiert sind, würde ich nie eine Bahnreise antreten!

Die Temperaturen bleiben tropisch, dieser Tage nichts ungewöhnliches; ein junger Mann betritt das Abteil, lässt irgendwelche unverständlichen Leute aus den Zähnen rutschen - ich nehme es mal als freundlichen Gruß. Er verjagt mich erstmal von meinem Platz. Er hat reserviert. Ich setzte mich also um, ihm direkt gegenüber ist einer frei. Ordnung muss schließlich sein. Ich habe Verständnis. Wir fahren durch die Landschaft, auf einmal wird der Himmel grau, ein paar schüchterne Tropfen fallen, ich bin erleichtert. Der korrekte junge Mann schaut fassungslos nach draußen: "Was ist das denn für'ne Scheiße!"

Sommer in Deutschland...

Samstag, 10. Juli 2010

Ein Tag im Gonsbachtal

Bei der Hitze ist die Nachtruhe ja immer schnell überstanden, um 6.00 h bin ich glockenhell wach, halte die Nase kurz aus der Terrassentür und stelle fest: hier kann man atmen! Pennen kann ich eh nicht mehr und so wage ich es, mit einem kleinen Lauf den Tag zu begrüßen. Nach 3 Wochen zum ersten Mal, zwei wunderbare Physiotherapeuten haben sich um meine Knie bemüht; Magnete geklebt, Kinesio-Tapes angelegt, gute Empfehlungen ausgesprochen zur Kräftigung (ok, die Empfehlung, nie wieder zu laufen war auch dabei - von beiden Herren. Aber Vernunft gehört nun mal nicht gerade zu den hervorstechenden Eigenschaften unserer Spezies - warum sollte das ausgerechnet bei mir anders sein ?!). Die Versuchung ist zu groß, ich ziehe los. Zunächst wird die Zeitung aus der Rolle gefischt - voller Zorn stelle ich fest, dass die Zeitungszustellerin wieder mal voller Gewalt die Zeitung in die Rolle gerammt hat (hatte ich nicht erzählt: während meines Urlaubs gab's Nachwuchs, das sind sie, die Kleinen, vor ein paar Wochen):



Als ich die Zeitung herauszerre, plumpsen mir vier Vogelkinder entgegen. Hektisch fange ich die flatternden kleinen Wesen ein und schubse sie zurück in die Rolle - begleitet vom wüsten Geschimpfe der panischen Eltern.

Übelst gelaunt mache ich mich auf den Weg, jogge langsam los (falls du das liest, Jens: wirklich gaaaanz langsam, mehr so Spazier-Joggen...und ja: meine Nase hat immer diese Länge) und bewundere erstmal die Baustelle für unsere neue Coface-Arena. Ganz schön gewachsen, die künftige "Gut' Stubb'" des FSV!




Ich komme näher, stocke, schaue genauer (geht nicht - Brille aufsetzen - JETZERT!) - tatsächlich: rosa Baufahrzeuge, rosa Bausilo, rosa Baumaschinen - wunderbar! Eine bessere Diebstahlsicherung im männerharten Baugeschäft kann es eigentlich gar nicht geben! Aber die armen Schweine, die damit arbeiten müssen (gerade auf so einer Baustelle, wo viele - hauptsächlich nichtrosane - Firmen unterwegs sind), haben bestimmt eher wenig zu lachen. Das stählt gewiss für's Leben.




Mich juckt's in den Fingern, hier nachts einzudringen und noch ein Hello-Kitty-Graffity anzubringen. Leider bin ich künstlerisch völlig untalentiert...

Ich trabe weiter, gelange an meinem persönlichen Übungs-Tümpel - ziemlich eingerostet; höchste Zeit, wieder ordentlich einzusteigen. Die letzten Meter liegen vor mir, da erfreut mich ein freundlicher Gruß:




Das mag ja schon sein, aber so genau wollte ich's eigentlich nicht um die Ohren gehauen bekommen. Es ist 8.00 h. War 2 Stunden unterwegs. Andere schlafen noch den Schlaf der Vergesslichen. Ich war fleißig. Ich darf stinken.

Noch ein letzter Blick zu meinen gefiederten Freunden:



**Patenstolz

Donnerstag, 8. Juli 2010

5 gute Gründe sich zu freuen, dass es (fast) vorbei ist

1. ich komme wieder früher in’s Bett
2. ich muss nicht mehr so viel Bier trinken
3. das Glücks-T-Shirt kommt endlich in die Wäsche
4. ich habe Gelegenheit, mich in gönnerhafter Toleranz zu üben
5. die Wasserwerke können nach dieser Belastungsprobe endlich wieder aufatmen

Und dennoch….ach, schade – aber schee war’s!

Achja: kennt jemand ein paar leckere Rezepte für Oktopus-Salat?

Sonntag, 4. Juli 2010

Wenn man gerade so schön am Schmähen ist...

...kann man es ja schon fast nicht mehr sein lassen:



**schämt sich unendlich
***hört bald wieder auf