Freitag, 14. Januar 2011

Der Neue

Es ist kein allzugut gehütetes Geheimnis, dass ich eine gewisse Affinität zu technischen Spielzeugen habe. Gerade wenn man öfter mal mit der Bahn unterwegs ist, ist es kein Fehler, so ein Gerät zu therapeutischen Zwecken mit sich führen um vielleicht direkt vom Tatort zu berichten. So entsteht auch der eine oder andere Post dieses Blogs.

Nun kommt mein kleines Netbook langsam in die Jahre (die Halbwertzeit von elektronischen Geräten ist ja mittlerweile fast in Minuten zu messen...) und ich habe dem treuen Freund nun eine andere Aufgabe in meinem Haushalt zugewiesen. Wer mich kennt, wird überrascht gewesen sein, wieviel Zeit ich habe verstreichen lassen, bis ich eines dieser niedlichen kleinen Mini-Surfbretter ohne Tastatur, nur zum draufrumtatschen, Tablet oder Slate genannt, nach Hause geholt habe. Nun war es endlich so weit. Dass mir kein angefressenes Obst ins Haus kommt, war ja klar, also war erstmal Geduld angesagt, bis ich wirklich alles Für und Wider abgewogen und schließlich eine Entscheidung getroffen habe. Ich verrat jetzt nicht, was es ist, nur so viel: dass Gerät gilt zur Zeit als d e r Konkurrent des ersten Versuchsballons, das den Markt letztes Jahr überrollt hat. Es ist etwas kleiner, hat einen 7-Zoll-Bildschirm und passt damit bequem ins Handtäschchen. Am Samstag habe ich's bekommen und ehrfüchtig ausgepackt: so niedlich klein und will schon ein Computer sein! Und das Benutzerhandbuch verfügt über immerhin 51 Seiten, bzw. "Seitchen", denn das Büchlein misst gerade mal 6 x 15 cm. Nicht gerade viel für dass, was das Ding alles können soll.

Das Gerät verfügt über 16 GB und kann über Speicherkarten um 32 Gig erweitert werden. Der Prozessor taktet mit gemütlichen 1 GHz, der Arbeitsspeicher hat 512 MB.
Als Android wird er mir aber bestimmt dennoch Freude bereiten und tun was er soll, denke ich mal großzügig.

Da fällt mir zufällig die Rechnung über den Ankauf meines ersten PCs in die Hand: am 01.03.1993 (damals wurden die Postleitzahlen noch 4-stellig geschrieben!) habe ich zum ersten Mal einen eigenen Rechner angeschafft (vorher nur bei Freunden auf dem Commodore rumgespielt). Ich lese mir die Details so durch: es handelte sich um einen damals brandaktuellen 486 sx, der mit stolzen 25 MHz taktete und über einen Arbeitsspeicher von immerhin 4 MB RAM verfügte. Die Speicherkapazität von 170 MB war damals schon fast berauschend; kein Mensch glaubte, dass eine Privatperson jemals soviel Speicherplatz brauchen würde. Und da dieses Wunderwerk der Technik damals für wohlfeile DM 3.006,18 (unter Berücksichtigung von 10 % Rabatt, weil die Firma, die das Ding zusammenbaute, dem Vater eines Arbeitskollegen gehörte) zu haben war, habe ich mir dann noch einen Tintenstrahldrucker für 800 DM dazu spendiert. Zum Vergleich: in dem Jahr habe ich im Monat DM 3.103,70 verdient.

Tja, damals: das war noch etwas wirklich besonderes! Nicht nur, dass man richtig viel Knete für so ein Ding los wurde, das Gerät verlangte auch einiges an Aufmerksamkeit. Von wegen 50-Seiten-Handbuch! Ich kann mich zwar nicht mehr genau daran erinnern, wie umfangreich das DOS-Handbuch war, aber um eine Ratte zu erschlagen hätts locker gereicht. Wie gesagt: da gings nur und ausschließlich um den Umgang mit dem Betriebssystem. Mehr nicht. Aber wie stolz war man, wenn man mit zitternden Schwitzefingern die Konfiguration geändert hatte und am Ende lief das neue Programm! Und die Programmierer machten sich noch die Mühe, ihre Produkte so klein wie möglich zu halten, einfach weil die Kapazitäten sonst gesprengt worden wären. Das waren noch echte Könner!

So, und jetzt will ich doch mal schauen, wie Technik heute so funzt. Ich werde berichten.

Sonntag, 2. Januar 2011

Ein frohes neues Jahr...

...wünsche ich nicht nur dir, mein liebes Tagebuch nebst Lesern, sondern auch ganz speziell der Deutschen Bahn, auf dass wir auch in diesem Jahr viele spannende Erlebnisse miteinander teilen können.

Und weil kleine Geschenke die Freundschaft erhalten, möchte ich dir hier eine Kleinigkeit überreichen mit der Hoffnung, dass deine Vorhersagen über ankommende und wegfahrende Züge vielleicht noch einen Hauch treffsicherer werden:



Diese kleine Kristallkugel hat mir über viele Jahre hin zur Ermittlung von Sach- und Rechtslage beste Dienste geleistet - möge sie nun uns allen dienen!