Freitag, 29. April 2011

Lebenshilfe

Und wieder einmal aus der Kategorie "Fremdpost" ein paar nützliche kleine Hinweise von meiner holden Schwester. Zur Nachahmung empfohlen:

Frühjahrsausputz
Seit Menschengedenken pflege ich im Frühjahr und nochmal im Herbst mein Auto zu, na, sagen wir, entrümpeln. Ich weiß, politisch korrekt is anders, aber ich fahr gerne lustige Dinge spazieren. Hintergrund ist folgender: Ich lebte als junge Frau gerne in interessanten Gegenden. Genauer, in solchen, die der Volksmund als Apatschenviertel, der Soziologe als sozialer Brennpunkt bezeichnet. Die männliche Jugend hat nun die etwas lästige Angewohnheit, sich sehr für das Innenleben fremder Autos zu interessieren. Nun gibts ja Alarmanlagen, aaaaber die Bewohner besagter Viertel reagieren darauf etwas ungehalten: Von Angeboten, im Falle des Weiterblökens der Alarmanlage gleich die Fresse poliert zu kriegen bis zum Werfen von leeren Bierdosen is alles drin. Auf keinen Fall aber werden die Bullen geholt! Ich hab mich vor Autoeinbrüchen auf eine absolut zuverlässige Weise geschützt. So: Man lege auf den Rücksitz einen alten BW-Schlafsack, am liebsten eine Gummisau ( die taugt nämlich garnix und wird deshalb bestimmt nicht geklaut), Thermoskanne dazu, und - zwingend vorgeschrieben! - eine volle Rolle Klopapier. Dazu gießen wir eine beliebige Menge leerer Bierdosen ( ich empfehle Hansapils) oder Weinkartons oder beides sowie das eine oder andere leere Fläschchen Zinn40, fügen leere Tabaksbeutel hinzu ( mein Tip: Landewyck Silber), zerlesene Bildzeitung und / oder Kicker gibt schon ein ganz gutes Bild. Wer ganz sicher gehen will: Die frankfurterbahnhofsvierteltaugliche Extendet-Version sieht vor, dieses stilvolle Ensemble mit 2-3 gebrauchten Parisern zu vollenden. Bitte nicht an den Rückspiegel hängen! Einfach reinschmeißen, soll schließlich überzeugend wirken. So. Jetzt kann man im Prinzip sogar den Schlüssel stecken lassen...