Mittwoch, 3. Mai 2017

Die letzte Woche

Nachdem uns Thomas nun verlassen hat, ist klar, dass die Gruppe langsam bröckelt: als nächstes ziehen Pit und Stefanie gen Heimat, einen Tag später folgen Elli und ich Richtung Yichang, dann können die Verbliebenen schon packen und sich auf das Abenteuer "allein nach Shanghai" freuen. Wenn alles klappt, treffen wir uns dort, verbringen noch einen Tag im Städtchen und dann geht's ab nach Frankfurt.

Dies wird auch Guan langsam klar, als Thomas heute schmucklos ohne großes Brimborium verschwunden ist - nicht einmal ein Abschiedsfoto mit der ganzen Gruppe kriegen wir hin. Jetzt aber dalli: die ersten Wünsche nach einem Zertifikat wurden geäußert. Wir beratschlagen: Guan hat noch keine Schule und die Akademie stellt hierfür natürlich nichts aus. Und eigentlich fand die Reise ja auch unter den Fittichen des Kranichs statt...ich verstehe. Dank Express VPN (sehr zu empfehlen) kann ich auch hier auf meine Cloud zugreifen und schustere Bescheinigungen mit unserem Vereinsbriefkopf zusammen. Gar nicht so einfach auf dem China-Rechner, den ich für die finale Ausführung brauche. Guan muss dabei bleiben. Und wenn er mich schon beschäftigt, kann er uns auch einen Kaffee kochen. So wie ich in Deutschland zur Ausführung der Tee-Zeremonie geknechtet werde. Er kriegt es zu meiner Zufriedenheit hin, trinkt auch selbst ein Tässchen, denn unsere Mittagsruhe ist natürlich gestrichen, bis wir alles zurechtgefummelt haben. Morgen sollen wir dann bitte in ordentlicher Kleidung zum Training erscheinen, es ist "Funny-Pictures-Day".


Langsam arbeiten wir uns durch die Form, auch wenn wir sie sicher nicht beenden werden. Aber wir sind uns ja einig, dass wir sorgfältig und genau sein wollen und das dauert halt seine Zeit. Im Sommer geht es ja weiter und von allen Teilnehmern höre ich immer wieder, dass vom "nächsten Mal" die Rede ist. Ja, der Berg lässt einen halt nicht los.


Zur Krönung wollen wir morgen einen Ausflug machen und statt Nachmittagstraining zum Mitteltempel fahren, von dort mit der Seilbahn auf den Gipfel. Dort wollen wir übernachten, um den Sonnenaufgang am "Golden Summit" zu erleben. Die wenigen nicht Knie-, Asthma- oder sonst geschädigten unserer Truppe wollen laufen. Wir werden die Beiden dann gegen 6 h auf dem Tempel dort treffen und gemeinsam frühstücken. Ich bin schon sehr gespannt; die Unterbringung verspricht sehr rustikal zu werden, ganz bestimmt nicht der gute Standard unseres jetzigen Hotels. Aber wenigstens einmal China pur.


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